Donnerstag, 27. Februar 2014

Mission Alpha - Folge 62



"Genau", meinte Geni. "Bildung und demokratische Strukturen lassen sich leichter fördern, wenn die Technik das Leben erleichtert und die Medizin Leiden lindert. Diese Chance hatten wir auf der Erde. Wir haben sie vertan. Aber warum sollte es hier nicht gelingen? Schließlich würde sich erst einmal eine sehr überschaubare Gruppe hier ansiedeln."
"Und wie soll entschieden werden, wer in die Raumfähre darf?", fragte Lara.

Sonntag, 23. Februar 2014

Mission Alpha - Folge 61 - Segnungen der Technik



Das Training im Forschungszentrum war hart. Manchmal verbrachten sie Stunden mit verbundenen Augen in diesem Tauchbecken, schwebend im Wasser bei 37 Grad, so dass die Körpergrenzen verschwanden.

Freitag, 21. Februar 2014

Mission Alpha - Folge 60 - Genis Liebe



"Keine schlechte Idee", meinte Lara. "Wir könnten aber auch versuchen, unser Leben friedlich und im Einklang mit der Natur zu Ende zu bringen."
"Völlig durchgeknallt", fand Chris. "Ich bin Wissenschaftler und habe hier einen Auftrag zu erfüllen, und wenn ihr eure Daten nicht liefern wollt, werde ich sie eben übermitteln, so gut ich kann."
"Chris, willst du wirklich, dass dieser Planet auch noch zugrunde geht?" Laras Stimme klang flehentlich.
"Denn alles, was entsteht, ist wert, dass es zugrunde geht", flüsterte Geni. "Bevor ich hier allein sterbe, möchte ich lieber wieder zurück", fügte sie laut hinzu.

Mittwoch, 19. Februar 2014

Mission Alpha - Folge 59 - Zivilisation und Gewalt



"Du darfst deine Daten nicht übermitteln", sagte Lara.
"Warum nicht? Deshalb wurde ich hergeschickt", erwiderte Chris.
"Weil sich die Katastrophe wiederholen wird, die wir auf der Erde erlebt haben. Wenn du ihnen sagst, dass es Bodenschätze gibt, werden sie Werkzeug und Maschinen mitbringen. Sie werden alles daransetzen, hier eine technologische Zivilisation aufzubauen, und dieselben Fehler noch einmal begehen."

Dienstag, 18. Februar 2014

Mission Alpha - der Serienroman - Folge 58



Als sie wieder auftauchte, erstreckte sich vor ihr eine endlose Wüste. Die Luft flimmerte über dem gelben Sand. Von einem eisernen Willen getrieben setzte sie einen Fuß vor den anderen, obwohl sie ja wusste, dass die große Katastrophe eingetreten war und es keine Rettung mehr gab. Ihre geschwollene Zunge schmerzte und ihre Augen brannten. Da, eine Wasserstelle. Sie richtete ihr ganzes Verlangen darauf. Immer näher rückte das schimmernde Nass. 

Montag, 17. Februar 2014

Mission Alpha - der Serienroman - Folge 57



Am dritten Tag ihrer Wanderung durch die Hochebene war Laras Wasservorrat erschöpft. Den Trick mit dem Ablecken der salzigen Haut hatte sie auch versucht, aber mittlerweile war ihre Zunge so geschwollen und so trocken, dass es keinen Sinn mehr hatte. An der letzten Markierung war sie vor einer halben Stunde vorbeigekommen. Warum fand sie ihn nicht? Vielleicht lag er ja irgendwo in dieser schier endlosen Wüste und verdurstete wie sie. 

Sonntag, 16. Februar 2014

Mission Alpha - der Serienroman - Folge 56



Der Spuk war so schnell vorbei, wie er gekommen war. Das Gewitter zog ab, der Donner grollte noch aus der Ferne, der Regen ließ allmählich nach, der Wind besänftigte sich. Zwischen den Wolken lugten sogar wieder ein paar Sterne und eine Mondsichel hervor.
Wie lange mochte es noch bis zum Sonnenaufgang sein? Im Dunkeln konnte Lara nicht aufbrechen. Wenn sie sich bei einem falschen Schritt auch nur den Knöchel verstauchte, war alles aus.

Freitag, 14. Februar 2014

Mission Alpha - der Serienroman - Folge 55



Als die Sonne hinter den schneebedeckten Gipfeln versank, brach Lara erschöpft zusammen. Sie war den ganzen Tag den Wegmarkierungen gefolgt, ohne auf ein Nachtlager zu stoßen. Der Versuch, mit einem halben Liter Wasser auszukommen, war misslungen. Die zweite ihrer vier kleinen Flaschen war fast leer. Hunger hatte sie eigentlich nicht. Die Zunge klebte ihr am Gaumen, und sie hatte nur den einen Wunsch, eine ganze Flasche auf einmal auszutrinken.

Donnerstag, 13. Februar 2014

Mission Alpha - der Serienroman - Folge 54



Vermutlich hatte Chris sehr viel mehr Wasserflaschen bei sich, denn sonst hätte er wohl kaum den entbehrungsreichen Weg oberhalb der Baumgrenze eingeschlagen. Ein Weg, auf dem er offenbar fündig geworden war. Bei ihrem letzten und vorvorletzten Rastplatz hatte sie unter Dorngebüsch Säcke mit Gesteinsproben gefunden. Bestimmt hatte er vor, sie auf dem Rückweg wieder einzusammeln und sie zu seiner Raumkapsel zu schleppen. Lara hatte sich die Zeit genommen, deren Inhalt ein Stück bergab den Hang hinunterkullern zu lassen und die leeren Säcke in ihren Rucksack zu stopfen. Kindisch war das, fand sie, aber sie wusste keinen anderen Rat.

Dienstag, 4. Februar 2014

Mission Alpha - der Serienroman - Folge 45



Sie zuckte zusammen, als sie die menschliche Gestalt erkannte, die darauf lag. Nur der Kopf fehlte. Es kostete sie ihre ganze Selbstbeherrschung, näher an die weiße Gestalt heranzutreten. Ein aufgeblähter Schutzanzug, der dem ihren glich, doch nach dem ersten Schreck sah sie, dass er leer war. Sie atmete hörbar auf. War es ihrer? Wie konnte er hierher geraten sein? Hastig öffnete sie die Verschlüsse, suchte die Taschen ab. Leer. Kein Proviant, keine Wasserflaschen. 

Montag, 3. Februar 2014

Mission Alpha - der Serienroman - Folge 44



Der Pfad der Fischer führte an dem Becken entlang. Lara kniete nieder und tauchte die Hand in das kühle, klare Wasser. Ob sie es riskieren durfte? Rasch versteckte sie ihren Proviantbeutel in den Büschen neben dem Pfad, zog sich aus und stieg ins Wasser. Fische huschten dunklen Schatten gleich über den felsigen Grund. Sie tauchte ganz ein, stieß sich ab und durchmaß mit kraftvollen Schwimmbewegungen gegen die Strömung ankämpfend das Becken. Am anderen Ufer ruhte sie kurz aus und ließ den Blick über das paradiesische Panorama schweifen. Wenn ich einmal alt bin, schoss es ihr durch den Kopf, baue ich mir hier eine Hütte. – Was war das für ein Gedanke? Sie kicherte. Warum hatte sie sich früher nie vorgestellt, wie sie im Alter leben wollte? Weil sie angenommen hatte, jung zu sterben?

Sonntag, 2. Februar 2014

Mission Alpha - der Serienroman - Folge 43



Irgendwann hörte sie ein Rauschen. Das musste der Fluss sein. Sobald sie das strömende Wasser zwischen den Stämmen glitzern sah, verließ sie den Pfad. Vorsichtig bahnte sie sich einen Weg durch die Büsche und Stauden, die hier, wo die Sonne durchdringen konnte, dichter wuchsen. Sie achtete darauf, keine Zweige zu knicken und auf dem weichen Boden keine auffälligen Spuren zu hinterlassen. Wo es ging, trat sie auf Wurzeln oder abgefallenes Laub.

Samstag, 25. Januar 2014

Feenlicht und Krötenzauber von Halo Summer



„Früher oder später landen diese unbegabten Erdlinge in Sumpfloch.“ So prophezeit es die böse Cruda Hylda für die drei Mädchen, die sie im zarten Alter von zwei Jahren aus unserer Welt in das magische Amuylett entführt hat. Denn das kostenlose Internat Sumpfloch nimmt jeden auf, auch die Erdenkinder Maria, Lissandra und Thuna, die mit Zauberei so gar nichts anfangen können. Oder etwa doch? Nach und nach entdeckt jede von ihnen eine besondere magische Begabung, aber darauf hat ihre Entführerin nur gewartet ...

Donnerstag, 23. Januar 2014

Wie der Indie-Buch-Blog in die Welt kam - meine Tipps für Bloganfänger



Seit 10 Monaten gibt es den Indie-Buch-Blog. Zeit für einen Rückblick.
Am Anfang stand die Idee, Nadjas und meine Bücher als Ebook herauszubringen, ohne Verlag. (Jahrelang als Übersetzerin zu miesen Konditionen von Verlagen geknechtet – Konditionen, die amazonCrossing mit einem eigenen Übersetzungsprogramm noch zu unterbieten versucht – hab ich die Nase voll von Verlagen: Knaur, Piper, Rowohlt, Kunstmann und wie sie alle heißen, die uns Übersetzer mit Seitenhonoraren abspeisen und den Großteil der Gewinne aus unserer Arbeit selbst einstreichen.
Schon immer war es mir eine schreckliche Vorstellung, mein Manuskript an zig Lektoren zu schicken ...

Freitag, 17. Januar 2014

Mission Alpha - der Serienroman - Folge 25



Hector lachte. "Dann kneble ich dich und trage dich über der Schulter weg. Vielleicht stecke ich dich vorher noch in einen Sack."
Also doch. Sie war eine gute Läuferin, noch dazu bergab. Aber er hatte längere Beine und kannte hier wahrscheinlich jeden Stein und jede Wurzel. Wie dumm, dass sie das Messer in dem Säckchen gelassen hatte. Andererseits, wenn er vorhatte, sie zu vergewaltigen, brauchte er doch keine langen Vorreden zu halten? Oder glaubte er, sie würde sich freiwillig auf ein Abenteuer mit ihm einlassen? Und wollte sich daher als ihr "Retter" aufspielen?
Sie musste Zeit gewinnen. Reden, Redekur.