Donnerstag, 18. Juni 2015

Jedwede Tat ist leer




Jedwede Tat ist leer, so leer sind Taten


Besucht hat er mich hier, da flog ein Mond weg.


Eben lag der Tag in wahrhaft tiefem Schlaf.

Ein Chor bedient sich Worten, Ohren lauscht.

Die Raben fahren Teufeln gleich im Meer.

Du wehst und wogst und lebst so traumlandschaftlich

Bestrebt, ein karges, niedres Los zu ziehn.



Ich sah dich nie im Diesseits trüber Gläser

Monde strahlen nah und Fernweh ruft nach mir

Ein Bernstein leuchtet irgendwo für den

der Fönwind hört, um schließlich gleich der Seele

den Fuß vor Fuß zu heben ohne Reue

belohnt durch Ehre, Siege, Königsthron.



Jedwede Tat ist leer, so leer sind Taten

Bebenden Gedankenraums entsprangst auch du

und fielst du tief, in tiefstes, schwarzes Leer

da siehst du sie und ihn erhangen, leblos, starr

erlegen dem bedeutungslosen Sehnen

obschon durch Schmerzen Tote auferstehn.










Die Birke liebt als Nachbarin der Fichte

die Wärme dieses Nadelbaumgewächses

sie stach sie zwar und nicht umsonst umschreibt

ein Gott den dunkelgrünen, spitzen Baum

mit jenen Attributen bös und finster

sie steht in dichtem Hain im Fichtenwald.



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