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Marwin der Faule von Nadja Schuhmacher
Marwin, der junge König des grünen Landes, hat es gern bequem. Den perfekten Tag verbringt er mit einem spannenden Buch. Doch als das alljährliche Orakel einmal anders ausfällt als erwartet, sieht es fast so aus, als würde er selbst in eines der Abenteuer gestürzt werden, die er doch viel lieber in seinem Lesesessel erlebt.
Ein moderner Ritterroman voller Romantik, Humor und unvorhergesehenen Zwischenfällen.
kindle edition, ca. 137 Seiten, 2,99 Euro
http://www.amazon.de/Marwin-Faule-gr%C3%BCne-Land-ebook/dp/B00945G0LA/ref=sr_1_2?s=digital-text&ie=UTF8&qid=1363257700&sr=1-2
Stimmen zu Marwin der Faule: Der Debütroman (»Marwin der Faule«) der Autorin findet nach wie vor seinen Platz unter meinen bisherigen Top 10 an Indie-KDP-Büchern ...  FolkZeQuè "Herzkeks und Kobold" (top 1000 Rezensent)


Lizzy und der Feuris von Nadja Schuhmacher
Lizzy kann sich kaum darüber hinwegtrösten, dass ihr Lieblingshaustier, ein Grashüpfer, verschwunden ist, da kündigt sich schon das nächste Übel an – eine jener verhassten Prüfungen, bei denen sich wieder einmal herausstellen wird, dass sie, anders als ihr Bruder Jan, keinerlei magische Fähigkeiten besitzt.
Doch als sie missmutig die Tür öffnet, steht kein verschrumpelter Professor, sondern ein attraktiver junger Mann vor ihr – und es beginnt eine Prüfung, die für Lizzy tödlich enden könnte ...
Ein neues spannendes Abenteuer aus dem grünen Land. Es ist inhaltlich eigenständig und kann vor oder nach "Marwin der Faule" gelesen werden. 

Stimmen zu Lizzy und der Feuris: Wunderbar sind vor allem die Beschreibungen der heftigen Gefühlsstürme, die alle erfassen. Diese werden so ergreifend und plastisch beschrieben, dass man auf Schritt und Tritt an eigene Gefühlsstürme erinnert wird, mitfiebert und das Buch nicht mehr weglegen kann, bevor man es zuende gelesen hat. ( Rax die Leseratte)

Leseprobe "Marwin der Faule":



An diesem Abend stieg Marwin allein hinunter in den Keller, wo das Orakel in einem Schrank wohnte. Die Befragung war meist furchtbar öde. Als Marwin in den steinernen Keller trat, huschten einige Kellerasseln und Kakerlaken davon. Der Schrank war voller Spinnweben, und Marwin ekelte sich ungemein davor, ihn zu öffnen. Er hätte diese Aufgabe gerne Admir oder einem anderen kühneren Berater überlassen, doch das Orakel beantwortete nur die Fragen des gegenwärtigen Königs und es war Brauch, dass dieser es allein aufsuchte. Mit spitzen Fingern zog Marwin die Tür des Holzschranks auf. Ein Schwall eiskalter Schwärze, die sich während des vergangenen Jahres in dem alten Möbelstück angesammelt hatte, kroch heraus. Marwin fröstelte. Auf dem Boden des Schrankes stand eine verrostete Eisenkiste. Marwin kniete vor dem Schrank nieder, beugte sich hinein und blickte in die Kiste. Sie war zur Hälfte mit weißem Glibber gefüllt und darin schwamm ein schwarzes Auge. Ein saurer Geruch zog in Marwins empfindliche Nase.
„Ähm, hallo“, sagte Marwin. Seine Stimme klang heiser und dunkel in dem Schrank. Er versuchte angestrengt, sich nicht vorzustellen, wie es wäre, ein ewiges Leben in stinkendem Schleim zu verbringen. Das schwarze Auge richtete seinen Blick auf ihn. Er starrte es an, fühlte den Sog, den es ausstrahlte, kippte vornüber und wurde verschluckt. Als er wieder zu sich kam, fand er sich in einem von goldenem Sonnenlicht erfüllten Zimmer wieder. Er rappelte sich auf und stöhnte. Wie er dieses Verschlucken hasste! Dreimal hatte er es nun schon erdulden müssen, denn seit drei Jahren war er König, seit dem Tag nämlich, für den das Orakel seine Herrschaft vorausgesagt hatte. Auf einem Stuhl saß eine Frau. Die Verkörperung des Orakels. Sie drehte sich langsam um. Weiß, glatt und lang war ihr Haar und es umrahmte ein wunderschönes Gesicht. Auch die Wimpern waren weiß, doch die Augen von tiefstem Schwarz.
„Guten Tag“, sagte die Frau.
Marwin räusperte sich. „Guten Tag. Also, meine Fragen.“
„Diesmal gibt es keine Fragen“, unterbrach ihn die Frau sanft. „Denn die Prophezeiung für heute ist schon vor Jahren gemacht worden, so wichtig ist sie. Marwin, du musst sie suchen, sonst droht deinem Land der Untergang. Suche die alte Prophezeiung! Und befolge sie.“

 http://www.amazon.de/Marwin-Faule-gr%C3%BCne-Land-ebook/dp/B00945G0LA/ref=sr_1_2?s=digital-text&ie=UTF8&qid=1363257700&sr=1-2



Leseprobe "Lizzy und der Feuris":



Mit einem Mal begannen Lizzys Finger zu schmerzen, als würden ihr die Nägel einzeln herausgerissen. Sie schlüpfte mit schmerzerfülltem Gesicht aus den weißen Handschuhen, die sie immer trug, und es bot sich ihr ein Bild des Grauens. Mit rasender Geschwindigkeit wuchsen ihre Fingernägel. Gleichzeitig verformten sich ihre zierlichen Hände zu wuchtigen Tatzen. Das Kreischen wiederholte sich in schneller Abfolge dreimal. Was geschieht mit mir, wollte sie schreien, aber nur ein tiefes Knurren entrang sich ihrer Kehle. Dann hatte sie das Gefühl, zwei scharfe Messer würden sich ihr in den Rücken bohren. Ihr Körper konnte diesen Schmerz nicht mehr ertragen. Sie schlüpfte aus ihrem Sommerkleid, warf sich von ihrem Stuhl und wälzte sich am Boden. Wieder dieses Kreischen. Es klang nach einem Vogel. Jetzt brachen Lizzy dicke Schuppen überall aus der Haut. Es fühlte sich an, als würde sie zerfleischt. Sie spürte, wie ihr an der Stirn ein Horn wuchs und wie sich ihr Steißbein unter unerträglichen Qualen zu einem Schwanz verlängerte, der mit einem Mal die ganze Küche ausfüllte. Ein siebtes Mal hörte sie das Kreischen. Möwen, schoss es ihr durch den Kopf. Ihr Gesicht verwandelte sich als Letztes. Lizzys Augen weiteten sich, zusätzliche Zähne brachen aus ihrem Gaumen, ihre Nase wurde zur Schnauze. Als Jan die Küche wieder betrat, war die Verwandlung abgeschlossen.


 


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